3 klas­si­sche Fehler

und wie du sie vermeidest

Vie­le Leu­te, die ein Anfän­ger Long­board kau­fen, bege­hen die glei­chen Feh­ler. Kein Wun­der, denn die Aus­wahl ist groß und die Infor­ma­tio­nen viel­sei­tig. Aus mei­ner jah­re­lan­gen Erfah­rung als Long­board Trai­ne­rin kann ich drei klas­si­sche Feh­ler benen­nen, die vie­le Per­so­nen beim Long­board Kauf am Anfang machen. Damit das dir nicht pas­siert, soll­test du also unbe­dingt wei­ter lesen!

1. Wenig Budget

Bei Long­boards gilt in der Regel: Je teu­rer, des­to bes­ser. Wer Geld spart, wird das lei­der auch schnell mer­ken. Bei güns­ti­gen Boards wird an der Qua­li­tät gespart. Das merkst du ins­be­son­de­re an den Rol­len. Rol­len mit einer schlech­ten Qua­li­tät haben einen nied­ri­gen „Rebound“. Sie füh­len sich an, als wür­den sie am Asphalt kle­ben und du hast das Gefühl, dass du irgend­wie nicht so recht vor­wärts kommst. Außer­dem wer­den bei güns­ti­gen Boards oft sehr har­te Lenk­gum­mies ver­wen­det. Dein Board lässt sich dann kaum len­ken und du kannst gefühlt nur gera­de­aus fah­ren. Gene­rell wür­de ich empf­eheln, min­des­tens 120€ für ein neu­es Long­board auszugeben.

Was du bei wenig Bud­get tun kannst:

Soll­test du ein Anfän­ger Long­board kau­fen wol­len, aber nur über wenig Bud­get ver­fü­gen, dann wür­de ich dir emp­feh­len, ein gebrauch­tes, gutes Board zu kau­fen. Ob ein Board „gut“ ist, kannst du ganz ein­fach tes­ten: Schau nach, ob es das Board oder die Ein­zel­tei­le auch in einem spe­zia­li­sier­ten Long­board Shop zu kau­fen gibt, z.B. beim Con­re­te Wave oder bei Stu­dio Long­board. Auch der Preis gibt dir Aus­kunft dar­über, ob das Board qua­li­ta­tiv hoch­wer­tig ist.

Was tun, wenn du schon ein Anfän­ger Long­bard gekauft hast?

Wenn du schon ein Board gekauft hast, und du merkst, dass die Rol­len qua­li­ta­tiv schlecht sind, oder das Board sich komisch lenkt, dann soll­test du die Ein­zel­tei­le aus­tau­schen. Die­se bekommst du in gut sor­tier­ten Long­board Shops. Viel­leicht nimmst du dein Board sogar ein­fach mit und lässt dich dort bera­ten. Es ist egal, ob du das Board vor­her dort gekauft hast oder nicht.

2. zu kur­zes Longboard

Ich erle­be häu­fig, dass Men­schen zu Mini­crui­sern bzw. kur­zen Long­boards grei­fen, obwohl das gar nicht so sehr zu ihren Bedürf­nis­sen passt. Es ist ver­füh­re­risch, denn meist sind Mini­crui­ser — dar­un­ter zäh­len auch Pen­ny­boards — güns­tig und schein­bar per­fekt fürs gemüt­li­che Crui­sen geeig­net. Ein kur­zes Board ist aber deut­lich schwie­ri­ger zu fah­ren als ein lan­ges Board.

Neh­men wir an, du hast die Wahl zwi­schen einem Mini­crui­ser von 75 cm Län­ge und einem Long­board von 95 cm Län­ge. Du hast beim Long­board ein­fach mal 20 cm mehr Stand­flä­che, auf der du dei­ne Füße posi­tio­nie­ren kannst. Abge­se­hen davon sind die Rol­len von Mini­crui­sern oft klei­ner und die Ach­sen schma­ler. Wer noch nie einen Board­sport gemacht hat, gene­rell wenig Sport treibt oder eher ängst­lich ist, macht es sich mit einem Mini­crui­ser des­halb unnö­tig schwer. Ich selbst lie­be Mini­crui­ser, und es macht super viel Spaß, damit durch die Stadt zu flit­zen. Aber: für den Ein­stieg gibt es Boards, die ein­fa­cher zu fah­ren sind. Du kannst damit anfan­gen, und dir in Zukl­unft dann immer­noch einen Mini­crui­ser kaufen.

3. online Kaufen

Wenn du ein Anfän­ger Long­board kau­fen möch­test, wür­de ich grund­sätz­lich emp­feh­len, ein phy­si­sches Geschäft auf­zu­su­chen. Das hat den Vor­teil, dass du das Board in der Hand hal­ten oder dich auch mal drauf­stel­len kannst. Wer sich ein Board zusam­men­stel­len möch­te, kann sich das gleich im Shop zusam­men­schrau­ben las­sen. Die Mit­ar­bei­ten­den in Shops kön­nen dich vor Ort bera­ten, wenn du noch nicht so ganz im The­ma bist.

 

Was ist, wenn kein Geschäft in der Nähe ist?

Soll­test du aber online ein­kau­fen müs­sen, weil z.B. kein Shop in dei­ner Nähe ist, dann wür­de ich dir emp­feh­len, auf den Web­sei­ten von spe­zi­el­len Long­board Shops zu stö­bern oder bei eta­blier­ten Long­board Mar­ken ein­zu­kau­fen. Hier gibt es vie­le Mög­lich­kei­ten für unter­schied­li­che Bud­gets. Ich wür­de dir davon abra­ten, ein Long­board in einem Geschäft zu kau­fen, das gene­rell nicht auf Sport fokus­siert ist und Long­boards nur tem­po­rär im Ange­bot hat (Super­markt, Bau­markt, etc.). Die­se Boards sind meis­tens von schlech­ter Qua­li­tät und wer­den dir den Ein­stieg in den Sport deut­lich erschwe­ren. 

Ich hof­fe, dass mei­ne Emp­feh­lun­gen dir wei­ter gehol­fen haben. Bist du noch unsi­cher? Dann lies doch mal mei­ne 3 Tips für den Long­board Kauf. Dort erfährst du, auf wel­che Eigen­schaf­ten du beim Long­board am Anfang ach­ten solltest. 

Kurstermine